Beschreibung:
Am 31. Mai 2001 werfen sich in Shinjuku 54 Schülerinnen vor einen Zug - alle Mitglieder in einem mysteriösen Club, den die attraktive Mitsuko leitet. Nur Saya überlebt und verbringt fortan ihre tristen Tage damit, darüber zu sinnen, warum es ausgerechnet ihr nicht gestattet wurde, zu sterben.
In der Schule ranken sich nach wenigen Tagen die wildesten Gerüchte um die "Überlebende", wie die Teenager sie nennen, doch Saya kümmern sie nicht. Schon Monate vor dem Unglück hatte sich das Mädchen dramatisch verändert, wovon uns ihre beste Freundin Kyoko berichtet. Saya wurde plötzlich depressiv, begann sich zu prostituieren und die Schule und Kyoko zu vernachlässigen. Ihr selbstzerstörerisches Verhalten wurde immer schlimmer, bis zu dem Tag, an dem sie die mysteriöse Mitsuko traf. Das Mädchen war Anführerin eines großen Clubs von Teenagern, die ähnliches wie Saya durchmachten und beieinander Halt fanden. Doch statt sich gegenseitig aus dem Sumpf zu ziehen, in dem sie fest saßen, fassten die Mädchen einen tragischen Entschluss: ihr Elend kann nur mit einem endgültigen Schritt enden. Am 31. Mai machte der "Selbstmordclub" sein Vorhaben wahr und bis auf Saya fand in Shinjuku jedes Mitglied den Tod. Einige Wochen nach dem Ereignis erkennt Saya dann schließlich den Grund ihres Überlebens. Mitsuko hatte sie und die anderen Mädchen gerettet und jetzt war es Saya´s Aufgabe, dies für andere Mädchen zu tun. Sie gründet einen neuen Club, der bereits nach kurzer Zeit mehr Mitglieder hat, als Mitsuko in … Jahren gewinnen konnte. Saya wird zur neuen Mitsuko und Kyoko muss hilflos mit ansehen, wie ihre beste Freundin sich aufmacht, eine weitere Tragödie zu verursachen, denn das Ziel des Selbstmordclubs ist immer dasselbe. Nur ein weiterer Mensch wird auf diese Entwicklung aufmerksam, der engagierte Lehrer Herr …! Bereits vor einiger Zeit fand er ein seltsames Forum im Internet, dessen Thema der Selbstmordclub, seine Mitglieder und vor allem die Anführerin Mitsuko war. Dort entdeckte er einige höchst interessante Dinge wie Emails von den verstorbenen Schülerinnen, weitere Clubs und "Mitsuko´s".
Doch leider scheint es so, als hätten die Gegner bzw. Mitwisser des Clubs keine hohe Lebenserwartung, denn sowohl eine Konkurrentin von Saya als auch der Lehrer segnen auf unschöne Weise bald das Zeitliche. Für Kyoko steht fest, das der aktuelle Club höchst gefährlich und unberechenbar ist und sie ihre Freundin für immer verlieren wird, wenn sie nichts unternimmt.
Kommentar:
"Der Selbstmordclub" ist eine erschreckend offen erzählte Geschichte, die mit ebenso eindringlichen wie schonungslosen Bildern umgesetzt wurde. Die Story hat neben dramatische Elementen einen mystischen Hauch, da man sich nicht ganz sicher sein kann, ob hinter den immer wieder neu gegründeten Clubs nicht so etwas wie eine Wiedergeburt von "Mitsuko" steckt oder doch nur zerstörerische Faszination für die Anführerin der Gruppe und daraus begründete Weiterführung ihres Erbes. Nicht nur der Plot selbst ist höchst interessant, sondern auch das ungewöhnliche und überraschende Ende, das jedoch nicht aus der Geschichte hervorsticht, sondern einen absolut logischen Schluss zeigt. Die vorgeschlagene FSK von 16 Jahren ist absolut berechtigt, da neben der blutigen Eröffnungsszene des Massenselbstmordes auch eindeutig sexueller Inhalt gezeigt wird und der Manga somit für jüngere Leser eher ungeeignet ist.
© Usamaru Furuya
© 2006 Schreiber & Leser
Weitere Informationen:
Von Usamaru Furuya
Einzelband
ca. 171 Seiten, Großformat
sw
Preis: 12,95 Euro